Na, wenn das mal nicht zuviel ist. Selbst für Microsoft ist diese Summe nicht mal eben aus der Portokasse zu bezahlen.
Das ist relativ egal, ob das Geld flüssig ist oder in Form eines Kredits aufgenommen wird.
Hohe Barvermögen bei Aktiengesellschaften hinterlassen bei Analysten und Investoren einen eher negativen Eindruck, dass die Firma nicht die vollen Investionsmöglichkeiten ausschöpft. Die meisten Branchen haben eine höhere Rendite, wenn das Geld in neue Produkte investiert und damit Gewinn erzielt wird. Üblich sind 5-10 Prozent, in manchen Branchen wie Pharma oder Halbleiter kann sie auch leicht über 20 Prozent liegen. Das ist deutlich mehr, als wenn das Geld auf der Bank liegt (momentan: 3%).
Zweitens gerät das Unternehmen bei hohen Barvermögen auch leichter in Gefahr ein Übernahmekandidat einer Private-Equity-Gesellschaft zu werden, die das Barvermögen dann an die Aktionäre ausschüttet (also zum Großteil an sich selbst

) und anschließend die Firma nahezu zum Einkaufspreis wieder veräußert.
Das Geld ist ja beim Kauf einer Firma nicht weg, sondern man bekommt ja einen Gegenwert dafür. Kritisch wird es nur, wenn sich im Nachhinein herausstellt, dass mehr bezahlt wurde, als die übernommene Firma Wert ist. Das ist z.B. bei der Übernahme von ATI durch AMD passiert. Da hat AMD ca. 1,6 Mrd. zuviel gezahlt (meiner Meinugn nach waren es mind. 2 Mrd zuviel

).