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Autor Thema: [News] Intel vs. NVIDIA: doch keine Nehalem-Lizenzen für NVIDIA?  (Gelesen 863 mal)
 
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« am: 08. Juni 2008, 22:00:10 »
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Intel vs. NVIDIA: doch keine Nehalem-Lizenzen für NVIDIA?
                 



Hier geht es zur News: http://ht4u.net/news/2018_intel_vs_nvidia_doch_keine_nehalem-lizenzen_fuer_nvidia            
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« Antworten #1 am: 08. Juni 2008, 22:56:22 »
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Blöd für beide. Nvidia kann kein SLI auf Intel-Systemen mehr anbieten und Intel verliert die SLI-Spieler an AMD. Dumm auch, dass bei Intel-Systemen schon jetzt weitgehend Monokultur herrscht und sich das damit verschärfen.

Nebenbei profitiert AMD doch nur davon, weil sie alles aus einer Hand bieten können.
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Robert
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« Antworten #2 am: 08. Juni 2008, 23:02:12 »
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Da wäre es doch mal interessant zu wissen, ob die SLI-Käufer überhaupt im Markt bemerkbar sind?
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Peter
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« Antworten #3 am: 08. Juni 2008, 23:13:57 »
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Robert, SLI ist ein Instrument...
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Gruß

Peter
Labertasche
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« Antworten #4 am: 09. Juni 2008, 00:14:44 »
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Ich kann es vermutlich nicht wirklich beurteilen aber mMn tut Nvidia das Richtige. Wenn man mit Intel kooperiert, kann man nach meiner Einschätzung früher oder später nur als Verlierer herausgehen. Jedoch würde dieses mal Intel auch als (Teil)Verlierer aus der Sache gehen.

Wenn Nvidia schon vor einiger Zeit Intel SLI-Lizenzen vergeben hätte, stünde heute auch nicht fest ob Intel weiterhin Chipsatz-Lizenzen an Nvidia vergeben würden. Aber selbst wenn Intel immer im Gegenzug Chipsatz-Lizenzen vergeben würde, wäre der Kaufanreiz für ein 200-300 Euro SLI-Board von Nvidia nicht sehr reizvoll, da Intel-Chipsätze beliebter sind. Das hat noch nicht mal etwas mit höherer Stabilität, Leistung, Zuverlässigkeit o.ä. zu tun, alleine schon aus Reputationsgründen würden viele ein Nvidia-Board links liegen lassen und SLI lieber auf den Intel-Chipsätzen nutzen.
Für Nvidia würde die Vergabe der SLI-Lizenz also einem Schuss ins eigene Knie gleichkommen, kaum einer würde ihre High-End-Chipätze für den Intel-Sockel mehr kaufen. Intel würde dagegen noch mehr eigene High-End-Chipsätze verkaufen! -> Intel Gewinner auf ganzer Linie (wie leider häufig... zu häufig für meinen bescheidenen Geschmack).
Was die Business-Sparte betrifft, greifen OEMs etc. eh vorwiegend zu Intel(IGP)Chipsätzen... wir kennen das ja, alle aus einer Hand... Chipsatz umsonst zur CPU dazu und solche Geschichten... alles schon gehört, quasi ein offenes Geheimnis... das aber nur nebenbei.  

So wie die Situation jetzt ist, haben wir nicht nur Nvidia als Verlierer (kein Board-Absatz für neue Intel-Sockel mehr), auch Intel ist verlierer, da die Enthusiasten die Dual-, Triple- und Quad-Nvidia-Power haben möchten, keine Intel-Boards kaufen werden, ja nicht mal mehr eine Intel-CPU. Sie werden zwangsläufig abwandern müssen -> AMD-Phenom-System.
Wenn AMD/ATI auch noch Crossfire nicht mehr weiter an Intel lizensiert, muss der Larrabee aber schnell und heftig kommen. Zwinkernd Komplette Abschaltung sollte er auch beherrschen, sonst werden die vernünftigen Gamer-Leute zu einer
ATI/Nvidia-Karte und Chipsatz greifen (inkl. AMD CPU) um Hybrid-CF/SLI-Power-Dingens pipapo zu nutzen.  

Ich weiß ja nicht wie ihr das findet, aber ich finde es herrlich erfrischend, dass Intel mal nicht durchweg am längeren Hebel sitzt. Ahhh, das ist wie eine frische Brise Luft die einem tief durchatmen lässt, in einer ansosten stickigen Atomsphäre.
Jetzt noch ein paar drakonische Strafen von EU, FTC und Co. und wir blicken vielleicht sogar schon bald in eine schönere IT-Zukunft.  
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Peter
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« Antworten #5 am: 09. Juni 2008, 10:34:47 »
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Ist es, im Hinblick auf Marktgerechtigkeit, denn Gerecht, dass Enthusiasten, welche wirklich zwei oder drei NVIDIA Karten kaufen möchten dazu gezwungen sind auch einen NVIDIA Chipsatz zu kaufen? Wäre es nicht gerechter, sie könnten das auf einem AMD 790FX-Chipsatz oder einem Intel X48 ebenfalls einsetzen? In jedem Fall sehe ich NVIDIA nicht als Unschuldslamm.

Soweit meine Informationen stimmen - so sagte es ATI zumindest vor drei Jahren auf der CeBIT - verlangt man keine CrossFire Lizenzen. Das ist sinnig, will man doch seine Karten in breitem Einsatz auf unterschiedlichen Chipsätzen sehen. Gegen die Info spricht ein wenig der Hinweis mancher Leser, dass auf einem NVIDIA-Chipsatz kein CrossFire lauffähig sei - allerdings gibt es da auch schon wieder andere Stimmen.
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Peter
Faust
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« Antworten #6 am: 09. Juni 2008, 11:01:12 »
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Ich stimme Peter zu....hier streiten sich gerade einfach zwei Holzköpfe und ich bin mir nicht sicher, dass sich der dritte im Bunde da wirklich freuen kann. Schliesslich sollte man nicht vergessen, dass AMD z.Z. zu Intel nur bedingt konkurrenzfähig ist und das Geld nicht unbedingt mit Enthusiasten-Systemen verdient wird sondern mit dem Standardrechner mit einer onBoard-Grafik bzw max einer Single-Karte. Bei den onBoard-Chips ist Intel bereits/noch Marktführer und wenn Intel in das Geschäft mit Grafikkarten wirklich einsteigen will, dann müssen sie nicht mal mit Larabee entwickeln - Intel hat die Möglichkeit jeden Mitbewerber am Markt freundlich oder feindlich zu übernehmen.

Was CF auf SLI-Boards angeht: Es muss ja nicht an ATI liegen, dass das dort nicht läuft. Welches Interesse hätte NV, dass es läuft? Schliesslich wäre es ein leichtes, das mit dem Chipsatztreiber zu unterdrücken.

@Labertasche: Deine Sichtweise der Bestrafung von Intel ist etwas kurzsichtig. Zwar wäre es schon schön wenn AMD wieder mehr am Markt bewirken könnte, aber eine deutliche Schwächung von Intel ist dem nicht zuträglich. Wenn z.B. Intel bei seiner Entwicklung sparen muss und deswegen den aktuellen Vorsprung nicht halten könnte, welchen Antrieb hätte dann AMD seine z.Z. nur mittelklassigen Phenoms wirklich deutlich zu verbessern? Was würde das an den Preisen tun?

Grüsse
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Labertasche
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« Antworten #7 am: 09. Juni 2008, 11:30:13 »
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Ist es, im Hinblick auf Marktgerechtigkeit, denn Gerecht, dass Enthusiasten, welche wirklich zwei oder drei NVIDIA Karten kaufen möchten dazu gezwungen sind auch einen NVIDIA Chipsatz zu kaufen? Wäre es nicht gerechter, sie könnten das auf einem AMD 790FX-Chipsatz oder einem Intel X48 ebenfalls einsetzen? In jedem Fall sehe ich NVIDIA nicht als Unschuldslamm.

Ist das dein Ernst? Ich meine, wollen wir wiklich anfangen zu bewerten wo es überall _wirkliche_ Marktungerechtigkeiten hier gibt? Abgesehen davon sehe ich nichts verwerfliches daran, dass nVidia für das Koppeln von mehreren ihrer eigenen Karten einen eigenen Chipsatz voraussetzt. Ihre Karten funktionieren ansonsten alle wunderbar auf anderen Chipsätzen, nur nicht mehrere im Verbund. Ich meine was erwaten die armen Leute (Enthusiasten), (alle) andere Hersteller sollen ihre Errungenschaften für den Markt weiter-/freigeben und Intel darf sich wie ein Halbgott benehmen, Dinge zurückhalten und anderen Steine in die Wege legen? Nee sorry da kann und will ich mir keinen Reim drauf machen. 


Soweit meine Informationen stimmen - so sagte es ATI zumindest vor drei Jahren auf der CeBIT - verlangt man keine CrossFire Lizenzen. Das ist sinnig, will man doch seine Karten in breitem Einsatz auf unterschiedlichen Chipsätzen sehen. Gegen die Info spricht ein wenig der Hinweis mancher Leser, dass auf einem NVIDIA-Chipsatz kein CrossFire lauffähig sei - allerdings gibt es da auch schon wieder andere Stimmen.

Wenn der SLI/CF-Markt so unbedeuten ist wie viele annehmen, dürften ATi/Nvidia kaum weniger Karten verkauft weil CF/SLI nicht auf allen Chipsätzen funktioniert. Dann haben ein paar Ethusiasten nur eine Karte im Rechner oder sie holen sich ein entsprechendes Board. So wie ich dass sehe, kann man im IT-Bereich oft nicht alles (ideale) zusammen haben.


Übrigens sehe ich Nvidia auch nicht als Unschuldslamm, mir geht vorallem deren Marketing seit längerem auf die Nerven, aber darum geht es gar nicht. Ein erfahrenes, weitsichtiges Unternehmen sollte wissen was passieren kann wenn man sich mit Intel einlässt, Nvidia hat das zum Teil zu spüren bekommen. Und deshalb kann mMn Nvidias einzige Konsequenz nur sein, SLI unter keine Umständen freizugeben. Wenn sie dagegen lieber mit VIA oder teilweise auch mit AMD gemeinsame Sache machen und kleinere Brötchen backen, kommen sie mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit weiter. Zwar nicht so schnell und groß wie mit Intel, aber dafür mit weniger Risiko. 
« Letzte Änderung: 09. Juni 2008, 12:15:18 von Peter » Moderator informieren   Gespeichert
Labertasche
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« Antworten #8 am: 09. Juni 2008, 11:55:02 »
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@Labertasche: Deine Sichtweise der Bestrafung von Intel ist etwas kurzsichtig. Zwar wäre es schon schön wenn AMD wieder mehr am Markt bewirken könnte, aber eine deutliche Schwächung von Intel ist dem nicht zuträglich. Wenn z.B. Intel bei seiner Entwicklung sparen muss und deswegen den aktuellen Vorsprung nicht halten könnte, welchen Antrieb hätte dann AMD seine z.Z. nur mittelklassigen Phenoms wirklich deutlich zu verbessern? Was würde das an den Preisen tun?

Sorry aber irgendwie zeigt sich hier gerade eine seltsame Doppelmoral.
Gegenfrage: AMD _IST_ geschwächt (so schwach kann ein Intel auf dieser Erden nicht werden), muss _LÄNGST_ an allen Ecken sparen und hinkt _BEREITS_ nur noch hinterher, welchen Antrieb hätte Intel seine z.Z. schnellen Penryn (bald Nehalems) in Zukunft deutlich zu verbessern? Was würde das an den Preisen tun?

Intel soll nur nicht (zu arg) geschwächt werden damit sie lieber mal ihren Vorsprung halten? Häh, sorry aber ich k a p p i e r e es nicht? Wer denkt hier kurzsichtig oder sollte ich besser scheinheilig sagen?
Sollte für einen gesunden Markt nicht lieber AMD die Möglichkeit zu einem Vorsprung bekommen oder wenigstens zum Aufholen? Nicht weil ich mit AMD sympathisiere, sondern weil AMD nicht ewig mit einem auf ganzer Linie dominierenden Konkurrenten Schritt halten kann, der zusätzlich noch die Vetriebswege mit zweifelhaften Methoden behindert.
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Peter
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« Antworten #9 am: 09. Juni 2008, 12:14:58 »
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Jetzt sind wir - obwohl Themenfern - wieder einmal bei AMD vs. Intel und Wettbewerbsverstößen. Darf man evtl. aktuell unterstellen, dass AMD seit den Klagen und Anhörungen vielleicht seine Produkte ganz normal absetzen kann (damit würden wir attestieren, dass Intel das vorher verhindert hatte, aber wir spekulieren ja ohnehin nur)? Hat AMD seinen nativen K10 denn nicht entwickelt und vorgestellt? Hat AMD aktuell nicht gar auch komplette Angebote aus Chipsatz, Grafik und Porzessoren, mit welchen Sie sich bessere Standbeine in Wirtschaftsunternehmen erhoffen? Hat AMD nicht seine Opterons für Server- und Industriebereich?

Ich denke aktuell reguliert der Markt das ganz gut und AMDs Aktieneinbrüche der vergangenen 12 Monate sehe ich beispielsweise nicht objektiv auf unfaires Marktverhalten von Intel zurückzuführen. AMD hat sich vielmehr massiv mit dem ATI-Kauf übernommen. AMD hat sich bei der Entwicklung des K10 ganz offensichtlich verzettelt und es kam nicht das raus, was sie sich erhofft haben. Jetzt entwickelt man eben weiter und tanzt mit den Damen die man hat.

Um auf das NVIDIA-Thema zurück zu kommen. Ich pflichte dir bei - das schrieb ich auch im Beitrag selbst - dass NVIDIA ganz klar befürchten muss, dass die Freigabe von SLI an den Mitbewerber Intel dazu führen könnte, dass die eigenen Chipsatz-Produkte sich schlechter Verkaufen und man dieses Alleinstellungsmerkmal natürlich zu halten versucht. Das sind aber ganz klare Bestrebungen in Richtung des Motherboard-Chipsatz-Geschäfts. Und an der Stelle müssen Sie sich natürlich die Frage stellen, ob sie evtl. in einem Jahr keine Chipsätze für Intel-Prozessoren mehr anbieten können und sich dann in dieser Sparte darauf konzentrieren müssten, AMD entsprechende Anteile abzujagen.

Da hätte AMD natürlich ebenfalls etwas dagegen und wird alleine für das eigene Marketing schon dafür sorgen, dass bei den Kunden (nicht nur Endkunde) ankommt, dass die Kombi aus AMD-CPU, Chipsatz und Grafik das Optimum darstellt und selbstverständlich wird AMD dann auch bei Bundles den großen Partnern bessere Preise gewähren und natürlich bietet man ja ebenfalls für Firmen eine Plattformgarantie für Aufrüstbarkeit über Jahre hinaus. Natürlich, auch das könnte man aus Sicht von NVIDIA als unfair erachten, obwohl es sicherlich ganz normales Geschäftsgebaren ist.

Wie dem auch sei, für NVIDIA wird es sicherlich nicht einfacher werden. Ich bin gespannt, wie man dies meistern wird.

Achja, und bitte keine Beleidigungen in Richtung irgendwelcher Unternehmen oder Personen hier im Forum. Ich habe kein Interesse mich mit Abmahnanwälten auseinander setzen zu müssen. Danke.
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Gruß

Peter
Christian H
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« Antworten #10 am: 09. Juni 2008, 12:33:53 »
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Ist es, im Hinblick auf Marktgerechtigkeit, denn Gerecht, dass Enthusiasten, welche wirklich zwei oder drei NVIDIA Karten kaufen möchten dazu gezwungen sind auch einen NVIDIA Chipsatz zu kaufen? Wäre es nicht gerechter, sie könnten das auf einem AMD 790FX-Chipsatz oder einem Intel X48 ebenfalls einsetzen? In jedem Fall sehe ich NVIDIA nicht als Unschuldslamm.

Soweit meine Informationen stimmen - so sagte es ATI zumindest vor drei Jahren auf der CeBIT - verlangt man keine CrossFire Lizenzen. Das ist sinnig, will man doch seine Karten in breitem Einsatz auf unterschiedlichen Chipsätzen sehen. Gegen die Info spricht ein wenig der Hinweis mancher Leser, dass auf einem NVIDIA-Chipsatz kein CrossFire lauffähig sei - allerdings gibt es da auch schon wieder andere Stimmen.

Crossfire läuft auf nForce-Systemen, HP bietet mit dem Blackbird-Gaming-PC genau so etwas an. Allerdings verwendet HP da ein Spezial-BIOS auf dem verwendeten Asus-Striker-Board, was das freischaltet. Im Prinzip hat AMD Crossfire freigegeben, aber nicht als Geschenk. Die Nutzung mag kostenlos sein, aber z.B. wird es ein Vertrag geben, in dem festgelegt ist, welche Produkte Crossfire haben und wie die gekennzeichnet werden müssen. Aktiviert irgendein Hersteller auf Schrott-Hardware Crossfire, was dann nicht funktioniert, dann fällt das ja auf AMD negativ zurück. Z.B. könnte da drin stehen, dass die PEG-Slots für Crossfire mindestens 8 Lanes haben müssen usw.

Damit Crossfire auf allen nForce-Boards läuft, müsste sich ja Nvidia auf AMD zu bewegen und diesen Vertrag abschließen. Nur macht Nvidia das nicht, weil sie ja selbst ihr SLI an den Mann bringen wollen. Intel hat den Vertrag mit AMD und würde ihn auch mit Nvidia bezüglich SLI machen, nur Nvidia blockt eben.

Allerdings finde ich SLI und Crossfire extrem gehyped. Wieviel nutzen so etwas? 0,5, 1 oder 2 Prozent? Vermutlich wird es drunter liegen. Zumal mit den GX2/X2-Karten ja jetzt jeder eine Multi-GPU-Lösung bekommt, die auf allen Chipsätzen läuft. Der Markt für Triple- und Quad-GPU-System dürfte nicht viel größer als für Ausstellungssysteme auf Messen sein; das sind eher Prestige-Produkte.
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Fermat
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« Antworten #11 am: 09. Juni 2008, 12:37:34 »
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Freunde des feinsinnigen Paradoxons haben an dieser Geschichte auch so ihren Spaß. Denn nur mal als Hypothese in den Raum geworfen: werd sagt, dass AMD nicht irgendwann auch mal auf die Idee kommt Lizenzen zu verteilen / vorauszusetzen für künftige Sockel, jetzt, wo sie wirklich alles aus einer Hand liefern können / wollen und gar kein gesteigertes Interesse mehr an einer breiten Chipsatzfront haben?

NVIDIA handelt hier sehr kurzsichtig, da sie die einzigen sind, die auf fremde Produkte als Basis angewiesen sind und weiterhin sein werden und sie sich mit ihrem marktunrelevantes SLI die generelle Erlaubnis überhaupt etwas anzubieten verscherzen. Vorausgesetzt, dass AMD sich mal wieder anständig berappelt - wovon mittelfristig auszugehen ist - hat NVIDIA von allen Beteiligten den mit Abstand kürzesten Atem. Sich da wie ein trotziges Kind zu benehmen und bei jeder Gelegenheit den eigenen Urin auf die Füße anderer zu verteilen ist mit Sicherheit keine gute Idee.
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« Antworten #12 am: 09. Juni 2008, 13:24:58 »
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Sorry aber irgendwie zeigt sich hier gerade eine seltsame Doppelmoral.
Gegenfrage: AMD _IST_ geschwächt (so schwach kann ein Intel auf dieser Erden nicht werden), muss _LÄNGST_ an allen Ecken sparen und hinkt _BEREITS_ nur noch hinterher, welchen Antrieb hätte Intel seine z.Z. schnellen Penryn (bald Nehalems) in Zukunft deutlich zu verbessern? Was würde das an den Preisen tun?

Das hat nichts mit Doppelmoral zu tun....nur weil AMD in den letzten zwei-drei Jahren (die Vorwürfe gegen Intel beziehen sich immerhin auf Zeiten das späten Athlon XP und des frühen A64 und somit viel frühere Zeit) selbst und aus eigenem Antrieb viel und kaptiale Fehler gemacht hat und damit den grossen Erfolg mit dem A64 und X2 zu nichte gemacht hat, heisst es doch weder, dass Intel jetzt bestraft werden muss noch dass es jetzt mit umgekehrten Kräfteverhältnissen besser ist.

Ansonsten schliesse ich mich Fermat an, dass Nvidia sich hier auf sehr sehr dünnem Eis bewegt.

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I am the great Cornhulio

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« Antworten #13 am: 09. Juni 2008, 13:50:03 »
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nach welcher sich NVIDIA nun angeblich auch als Opfer von Intel sieht.

den fand ich gut, wirklich gut!
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Labertasche
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« Antworten #14 am: 09. Juni 2008, 15:12:28 »
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@Faust
Und das weißt ausgerechnet du so genau um welche Zeiträume es geht...
Die Kommission hat die Ermittlungen laut AMD (Jens Drews) bereits 1999 begonnen, also vor über 8 Jahre, förmlich wurde Intel aber erst Jahren später angeklagt. http://www.ati-forum.de/allgemein/artikel/p2299-interview-zum-intel-kartellverfahren-mit-amd/#post2299

Du kannst mit Sicherheit nicht beurteilen, warum es AMD schlecht geht und ob es in erster Linie Eigenverschulden ist, du siehst ja noch nicht mal Zusammenhänge zwischen Intels Politik und AMDs Lage. Da gehört schon viel Ignoranz dazu.
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