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Autor Thema: [News] Gründer von "One Laptop per Child" hält Vortrag auf der  (Gelesen 233 mal)
 
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« am: 10. November 2007, 14:30:12 »
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Gründer von "One Laptop per Child" hält Vortrag auf der


Hier geht es zur News

Hier kann zu dem Thema diskutiert, können Ansichten ob Pro oder Contra ausgetauscht werden.
« Letzte Änderung: 10. November 2007, 14:32:30 von Byron » Moderator informieren   Gespeichert
Peter
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« Antworten #1 am: 10. November 2007, 20:39:06 »
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Ich persönlich finde die Idee durchaus gut und richtig. Man darf an dieser Stelle selbstverständlich nicht übersehen, dass solche Länder viele Probleme haben um die es sich zu kümmern gilt, doch kümmern sich eben um verschiedenste Probleme auch verschiedenste Stellen / Personen. Negroponte darf man sicherlich daher nicht vorwerfen, dass man Laptops nicht essen kann, will heißen, dass Hungersnöte deutlich höher bewertet werden müssen. Man kümmert sich in der Initiative eben um gezielte Bildungsprobleme.

Dass auch andere die Idee höchst interessant finden und dass diese durchaus auch sich recht lukrativ für manche Unternehmen entwicklen könnte, zeigt sich wohl durch die beteiligten Unternehmen, deren Ziele kurz- oder langfristig, sicherlich nicht im schenken liegen. Andere Unternehmen wie ASUS haben mit dem Eee PC bereits kommerziell gezeigt, dass solche Vorhaben umzusetzen sind - man muss sie eben angehen und durchziehen. Dabei hält man natürlich keine 100 Dollar-Ziele - aber das schafft die OLPC auch nicht mehr. Bei all den Vorbereitungen, Diskussionen und Entwicklungen sind 200 Dollar nun wohl eher realistisch. Da liegt ASUS in Asien mit dem kleinsten Modell noch darunter und verdient damit.
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Gruß

Peter
Byron
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« Antworten #2 am: 10. November 2007, 22:39:21 »
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Leider scheinen nicht gerade viele Leute hierzu eine Meinung zu haben. Dann werde ich als zweite schon mal meinen Senf dazu abgeben. Beim Schreiben der Nachricht ging mir so einiges durch den Kopf, was ich zwar nicht ellenlang abgewägt habe aber trotzdem will ich darstellen was ich von dem halte.

Sicherlich ist es eine gute Idee oder zumindest ein guter Wille der hinter der Sache steht. Auch richtig ist, dass es für die verschiedenen Probleme auch verschiedene Lösungen gibt bzw. Hilfen die von vielen verschiedenen Seiten ins Leben gerufen und erbracht werden. Aber das grundlegende Problem ist doch die Tatsache, dass bei der Entwicklung und das beziehe ich jetzt nicht nur auf Technologie, die westlichen Länder (+ einige Industrienationen) diesen Schwellen- und Entwicklungsländern um Jahrzehnte davon geeilt sind. Europa + die üblichen Verdächtigen haben ein viel größeres Tempo vorgelegt und haben viel eher angefangen zu verändern. Ich würde sogar behaupten, dass die angesprochenen Länder erst jetzt oder vor kurzem in diese Phase eingestiegen sind.

Also halten wir den Standpunkt fest, dass diese Länder gesamt gesehen mehrere Jahrzehnte hinterher hängen. Und das ist gar nicht böse gemeint, also nicht falsch verstehen! Nun wird aber versucht bei diesen Ländern diesen langen Weg den "wir" gebraucht haben um uns all dies zu erarbeiten und zu erkämpfen zu überspringen. Die Leute sollen von 0 auf 100 und das kann einfach nicht gut gehen. Ich bin der Meinung, dass hier zu viel des guten getan wird und man sich durch das einmischen viel desktruktiver auswirkt als eigentlich gewollt. Das beste Beispiel ist doch der Irakkrieg und viel weitere Einmischungen der USA. Lassen wir mal die Öl Beschaffungstheorien beseite wird dies alles immer gerechtfertigt mit dem Argument diesen Ländern die Demokratie zu bringen. Man will die Bevölkerung gar befreien wie manche sagen. Man will das was wir erreicht haben eben auch diesen Menschen bringen.

Dabei wird aber vergessen wie zum Beispiel die Demokratie überhaupt erst etabliert werden konnte. Dazu musste erst der Impuls aus der eigenen Bevölkerung kommen und dann folgten teilweise schlimme Auseinandersetzungen bis endlich die Fahne der Demokratie gehisst werden konnte. Also war es das Volk selber, dass erst einmal die Erkenntnis erlangen musste dann den Willen bilden musste und schlussendlich den Weg ebnen musste. So, und nur so, kann eine Demokratie durchgesetzt werden, denn dann wissen die Leute auch diese zu schätzen. Das also als Beispiel, dass es nicht klappt Ländern etwas bringen zu wollen was zwar toll ist aber mit dem die nichts anfangen können. Die müssen selber ihre Erfahrungen machen, denn nur so können sie etwas verändern und es dann am Leben erhalten.

Für mich ist also grundlage, dass erst einmal die politischen und gesellschaftlichen Grundlagen gelegt sind und zwar sicher verankert und von der Masse getragen. Erst dann besteht eine Basis auf der man aufbauen kann und die es ermöglicht so zu helfen, dass diese Länder aufschließen können. Dazu gehört es auch, dass erstmal die wichtigen Dinge verbessert werden wie eben die Probleme bei der Nahrungsversorgung und dem Lebensstandard. Da bringt es nichts diesen Leuten Bildung zu bringen. Klar, das ist der nächste und notwendige Schritt aber es wird vermittelt, als ob dies ein Allheilmittel wäre.

Ich nehme den Slogan jetzt sehr wörtlich das weiß ich aber nur durch diesen konnte die Aktion so viel Aufsehen erregen. Und meiner Meinung nach gibt es nur kleine Gebiete die dafür reif sind, wo sie also was nutzen. Und da ist es dann auch nur ein kleinerer Schritt zur Verbesserung. Und die großen Konzerne machen nur mit weils für sie Profit bedeutet. Das ist doch klar. Keiner von denen macht das aus Mitleid oder nimmt sogar Einbußen dafür hin. Es wird allein auf das große Potential gegiert, welches sich noch auf der Welt befindet. Die würden selbst an irgendwelche Ureinwohner im Dschungel so ein Teil verkaufen und es dann als Heilmittel darstellen. Ich finde die Aktion und auch dieses "Technologie ist so wichtig für diese Länder" total übertrieben und teilweise auch falsch. Klar solange es hilft sollte man nicht den Gedanken dahinter kritisieren aber ich glaube nicht, dass es so sehr hilft. Da wird einfach das grundlegende(re) unter den Tisch gekehrt. Das finde ich schade denn die Hilfe muss auf einem ganz anderen Level stattfinden, und wenn dies bedeutet die Menschen dort einfach mal ihr eigenes Ding durchziehen zu lassen und sich nicht einzumischen. Für mich kommt das einfach zu früh.

Grüße
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booomi
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« Antworten #3 am: 11. November 2007, 13:51:05 »
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also wenn du schon den Irak erwähnst...  dann solltest du doch auch mal den Film "no end in sight" angucken. Also falls das nicht militärpropaganda ist (unwahrscheinlich), dann wirst du EINSEHEN "WIE" dumm und oder korrupt die Besatzung angegangen wurde. Da kommt so richtig die Stimmung auf: Wow, das hätte ja für alle gut ausgehen können... aber nein.... ersteinmal:

- humanitäre hilfe direkt nach dem einmarsch existiert nicht
- militär soll keine polizeiaufgaben übernehmen --> plünderungen (alles wurde geplündert und demontiert... alles) und später morde, entführungen
- das Irakische Militär hat sich mit mehr als 100'000 mann gemeldet als der Krieg vorüber war und hätten willig für die besatzungsmacht gearbeitet, aber die ehemalige armee wurde aufgelöst und alle Mitglieder der Baaht (sadam husseins) partei wurden von Ihren Berufen (lehrer, ingenieure) und jeglicher staatsarbeit verbannt  --> ca. 200 000 intelligente und militärisch erfahrene wurden Ihrer Erwerbstätigkeit beraubt und diese männer sorgten oft für mehr als nur ihre eigene grossfamilie
- das ganze bei ungenügender oder ausbleibender humanitären hilfe, und eigentlich kam ja sowieso die ganze wirtschaft zum erliegen

--> mehrere Millionen leute die hungern, keine medizinische versorgung haben, Familienmitglieder wegen willkürlichen morden, vergewaltigungen, oder als zivile kriegsopfer verlieren

Und die neu herrschende US Armee macht NICHTS


also das ist die message die vom film rübergebracht wird.




In denen Ländern, wo die neuen günstigen Notebooks gut eingesetzt werden, wird die wirtschaftliche und politische Entwicklung um einiges beschleunigt, das ist meine Erwartung.

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« Letzte Änderung: 11. November 2007, 17:04:01 von Byron » Moderator informieren   Gespeichert
Byron
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« Antworten #4 am: 11. November 2007, 17:05:53 »
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Das mit dem Irak war lediglich als negativ Beispiel gedacht für das aufdringen von etwas wofür die Menschen sich noch gar nicht richtig entschieden haben. Damit wollte ich zeigen dass man eben nichts vorsetzen kann was zwar gut und förderlich ist sondern dass es aus eigener Initiative geschehen muss.

Nur um das klarzustellen, ich denke du hast das falsch aufgefasst. Zwinkernd

Grüße
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